5.4. Orts- oder Landeswappen verraten viel über deren Geschichte

Wappen des Markgraftum Oberlausitz

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Drei goldene Zinnen auf blauem Grund - der damalige Herr der Lausitz, Wiprecht von Groitsch, soll das Wappen um 1080 geführt haben.

Wappen Preußens

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Großes Wappen Preußens

Wappen Schlesiens

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Schwarzer, rot bewehrter Adler, dessen Brust und Flügel mit einer halbmondförmigen, in der Mitte mit einem Kreuzchen besteckt und mit einer silbernen Spange belegt ist. Dieses Wappen befindet sich auf einem Siegel des im Jahr 1241 bei Wahlstatt im Kampf gegen die Mongolen gefallenen Herzogs Heinrich II. von Liegnitz. Wahrscheinlich wurde es schon von Boleslaw, dem Sohn Herzogs Wladislaw und Agnis, Tochter des Herzogs Leopold von Österreich, geführt. Boleslaw übernahm es vermutlich von seinem Großvater, dem Herzog von Österreich, der einen schwarzen Adler auf goldenem Grund führt. Um sein Wappen vom österreichischen zu unterscheiden, gab er dem Wappen eine Spange. - Meszko, der Bruder des Boleslaw, führte einen goldenen Adler in blauem Feld. Sein Wappen lebt fort in dem nach dem Ersten Weltkrieg geschaffenen Wappen der Provinz Oberschlesien.

Wappen der Städte:

Wappen Bautzen

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Bautzen (Budissin) führte als Sitz der Verwaltung des Markgraftums Oberlausitz nachweisbar seit dem 15. Jahrhundert als Stadtwappen das Wappen des Markgraftums.

Wappen Görlitz

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Görlitz: Geviert und mit einem Herzschild belegt; letzterer zeigt in Rot einen silbernen Querbalken, überdeckt von einer goldenen Kaiserkrone. Im 1. und 4. Feld des Hauptschildes: in Gold ein schwarzer Doppeladler; im 2. und 3. in Rot ein gekrönter, doppelschwänziger silberner Löwe. - Das Wappen geht auf den Wappenbrief Kaiser Sigismunds vom 29. August 1433 zurück. Vorher führte Görlitz ein Siegel, welches eine Burg mit breit bedachtem, hohem Torturm und zwei spitzbedachten Seitentürme enthält.

Wappen Löbau

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Löbau: In Rot zwei durch einen kreuzbesteckten Spitzbogen verbundene goldene Türme; zwischen ihnen ein doppelschwänziger Löwe. Das Wappen wurde in Zusammenarbeit mit den Sächsischen Hauptstaatsarchiv 1897 festgelegt. Den Löwen zeigt auch schon das älteste Siegel (vor 1254), der von 1336 bis 1632 vom heiligen Nikolaus abgelöst wurde.

Wappen Zittau

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Zittau: Geviert von 1 und 4 Rot und 2 und 3 Gold, mit rotem Herzschild, darinnen ein silbernes Z. Im ersten und vierten Feld je ein goldgekrönter doppelschwänziger Löwe, im zweiten und dritten Feld der schlesische Adler. Das Z im Herzschild ist das eigentliche Stadtzeichen. Der böhmische Löwe erinnert daran, dass König Ottakar II. von Böhmen die Stadt im Jahr 1255 gegründet hat, während durch Herzog Heinrich von Jauer, der 1337 Statthalter im Land Zittau war, der Adler für die Leistungen der Zittauer Bürger bei der Belagerung und Einnahme der Burg Tollenstein verliehen wurde.

Wappen Kamenz

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Kamenz : In Blau eine gezinnte goldene Burg mit zwei Türmen und liliengekrönten Zinngiebeln. Zwischen ihnen aus den Turmzinnen wachsend je ein zugewendeter rotgekleideter, ein goldenes Hüfthorn blasender Turmwächter, beide einen roten Schild haltend, darin ein doppelschwänziger goldgekrönter silberner Löwe. Dieses Bild trägt bereits das 1346 gebrauchte Stadtsiegel, jedoch mit dem Adlerflug der Herren von Kamenz auf dem Schild, erst 1434 erscheint auf einem Siegel der böhmische Löwe.

Wappen Lauban

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Lauban (Luban): In Silber eine rote Burg mit zwei spitzbedachten Türmen, offenem Tor und Fallgatter. Zwischen den Türmen schwebt ein Wappen: im von Rot und Schwarz geteilten Feld zwei schräggestellte silberne Schlüssel mit abgewendeten Bärten. Dieses Wappen soll der Stadt durch Kaiser Ferdinand am 17. Dezember 1541 gegen das Versprechen der Beihilfe in den Türkenkriegen verliehen worden sein.